Was ein Alt-Text ist und warum er zählt
Der Alt-Text ist eine unsichtbare Bildbeschreibung im Code (alt-Attribut). Er erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig: Google versteht darüber den Bildinhalt und kann Bilder in der Bildersuche ranken, Screenreader lesen ihn sehbehinderten Menschen vor, und er erscheint, wenn ein Bild nicht lädt. Seit die Anforderungen an Barrierefreiheit auch für viele Unternehmens-Websites verbindlich geworden sind, ist der Alt-Text zudem ein Pflichtthema, nicht nur ein SEO-Extra.
Die richtige Formulierung
Beschreiben Sie, was auf dem Bild tatsächlich zu sehen ist — in 5 bis 12 Worten, als wüsste der Leser nichts: „Handwerker verfugt bodengleiche Dusche in weißem Badezimmer“ statt „Bild1“ oder „Badsanierung Kassel günstig Top-Qualität“. Keyword-Stopfen im Alt-Text schadet mehr, als es nützt. Rein dekorative Elemente (Zierlinien, Hintergrundmuster) bekommen ein leeres alt="" — so überspringen Screenreader sie, statt Unsinn vorzulesen.
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Website jetzt kostenlos prüfenDie typischen Fehler in der Praxis
Der häufigste Zustand auf KMU-Websites: gar keine Alt-Texte, weil das CMS sie nie eingefordert hat. Danach folgen Dateinamen als Alt-Text („IMG_4823.jpg“) und identische Texte auf allen Bildern. Alle drei Varianten verschenken die Bildersuche als Traffic-Kanal — der bei visuellen Branchen wie Handwerk, Gastronomie oder Einrichtung erstaunlich viele Besucher bringt.
Alt-Text, Dateiname und Bildumfeld
Der Alt-Text wirkt nicht allein: Auch der Dateiname (badsanierung-kassel-dusche.webp statt IMG_4823.jpg) und der Text rund um das Bild helfen Google bei der Einordnung. Wer neue Bilder hochlädt, vergibt beides in einem Arbeitsgang — sprechender Dateiname vor dem Upload, Alt-Text beim Einfügen. Bei Bildergalerien gilt: jedes Bild ein eigener Text; zwanzigmal „Referenzprojekt“ hilft niemandem.
Priorisieren statt alles auf einmal
Eine gewachsene Website hat schnell 300 Bilder — die Vorstellung, alle nachzupflegen, führt meist dazu, dass gar nichts passiert. Die pragmatische Route: zuerst die Startseite und die fünf meistbesuchten Seiten (sichtbar in der Search Console unter „Seiten“), dann neue Bilder konsequent richtig, den Altbestand nach und nach. Nach vier Wochen ist so der wirksame Teil erledigt, ohne dass je ein „Alt-Text-Projekt“ nötig war.
Bestand prüfen, dann nachpflegen
Bevor Sie hunderte Bilder anfassen, verschaffen Sie sich einen Überblick: Der VisoSEO-Check zählt automatisch, wie viele Ihrer Bilder ohne Alt-Text sind, und listet Beispiele auf. Danach gilt die pragmatische Reihenfolge: erst die Startseite, dann die wichtigsten Leistungsseiten — dort wirken Alt-Texte am schnellsten.